Erfahrungen Jungjägerausbildung 2016

Jungjägerausbildung über einen Kompaktkurs der Jägerschaft Saalfeld u.U. e.V.

 Es ist ein anspruchsvoller Weg ein echter Jäger zu werden und Voraussetzung zur Jagdausübung ist zunächst der erfolgreiche Abschluss der Jägerprüfung. Um also das sogenannte „Grüne Abitur“ erreichen zu können ist es wichtig, sich viel Wissen anzueignen.

 

Die Jägerschaft Saalfeld mit Ihrem Ausbildungsleiter Peter Mätzke bot sich in unserer Region an, uns sechs Teilnehmer auf die Prüfungen vorzubereiten. Vorweggenommen sei dabei, dass am Ende der manchmal nervenaufreibenden, aber auch spannenden und schönen Zeit alle „Auszubildenden“  den Jungjägerbrief in Empfang nehmen konnten. Optimal und sehr hilfreich für diesen Erfolg war der angebotene Kompaktkurs, da hier bei überschaubarer Teilnehmerzahl (max. acht Prüflinge) eine sehr individuelle, effektive und praxisnahe Unterrichtung erfolgen konnte. Zum positiven Verhältnis von Aufwand und Ergebnis des Kurses gehörte dabei weiterhin, dass uns der Rücken in Bezug auf die übliche Bürokratie frei gehalten wurde. So waren im günstigen Pauschalpreis z.B. Anmeldungen und Kosten für Prüfungen, den Schießstand inkl. Munition, Leihwaffen, Versicherungen und Behördengänge enthalten.

 

Drei Ausbildungsstätten ermöglichten einen optimalen Unterricht mit geringem logistischen Aufwand für Auszubildende sowie Ausbilder. Für die Wildtierkunde standen entsprechende Präparate, auch aus Privatbesitz, zur Verfügung.

Im Revier des Ausbildungsleiters erfolgte die Vermittlung der Aspekte der praktischen Jagd.

Die Arbeit je eines Hundes auf der Schweißfährte und Haarwildschleppe wurde in der Praxis vorgeführt und erläutert. Ein Teilnehmer führte seinen Hund auf der Brauchbarkeitsprüfung der JS Saalfeld u.U. e.V. im August Jahres, an dieser nahmen die übrigen Teilnehmer als des Zuschauer bzw. Helfer teil.

 

Jeder Auszubildende hatte auf Grund eines jagdl. „Paten“ in der Familie oder im Bekanntenkreis im Vorfeld und während des Kurses entsprechende Erfahrungen gesammelt.

Der Kurs erstreckte sich dabei über einige Wochenenden für den praktischen Teil im Sommer 2016 und insgesamt 12 Tagen Intensivunterricht von Früh 07:30 Uhr bis 17:30 Uhr. Schwerpunkt war dabei u.a. das Schießen in Theorie und Praxis, welches wir unter sehr guten Bedingungen in Neuhaus/ Rwg. beim Schützenverein „Igelshieb 1907 e.V.“  üben und verfestigen konnten, da dort alle Prüfungsdisziplinen möglich waren. Im Bedarfsfall wurde die fundierte Schießausbildung durch zusätzliche Schießtermine sowie die Bereitstellung passender Flinten für jeden von uns durch den Leiter der Ausbildung gewährleistet.

Zudem wurde die theoretisch-praktische Waffenkunde in Vorbereitung auf die Prüfung durch eine Schulung bei Frankonia in Erfurt unterstützt.

Weitere wesentliche Ausbildungsbestandteile waren u.a. jagdl. Brauchtum mit Jörg Falkenberg und Waldbau in Theorie und Praxis durch einen Revierförster. Dabei war immer der Praxisbezug gegeben, so mussten wir

ein im Wildgatter Teichröda frisch geschossenes Stück Damwild unter Anleitung des Ausbildungsleiters  aufbrechen Dabei wurde explizit auf die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen in Wildbrethygiene geachtet sowie die notwendigen Kenntnisse diesbezüglich vermittelt.

Es wurden fakultativ, alle nahmen daran teil, verschiedene regionale Veranstaltungen besucht, so u.a. die Jubiläumsfeier  der JS Weimarer Land in Bad Berka und das „Fest des Waldes und der Jagd“ in Hummelshain. Dort haben wir unsere Kenntnisse in Wildtierkunde an vorgestellten Präparaten vertieft.

Wir bedanken uns hiermit nochmals bei der Jägerschaft Saalfeld, besonders bei unserem Ausbildungsleiter Peter Mätzke, sowie allen weiteren vorgenannten und auch nicht namentlich erwähnten Ausbildern und Unterstützern, welche mit der sehr guten Jungjägerausbildung unsere jagdliche Zukunft ermöglichten.

 

Die Jungjäger der Jägerschaft Saalfeld im Sommer 2016

Hartmut Lattermann, Teilnehmer der Ausbildung 2016/II

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